Gemma Habibi – Eine österreichische Performance über Wut und Identität im Deutschen Staatstheater in Temeswar

Ein Herz haben, jemandem das Herz aus der Brust reißen – bildlich, aber vor allem wörtlich. Ausgehend von den unterschiedlichen Bedeutungen solcher Metaphern kreiert der Schriftsteller und Performer Robert Prosser zusammen mit dem Schlagzeuger Lan Sticker „Gemma Habibi“, eine ganz und gar nicht metaphorische Performance über die Beziehungen zwischen den Menschen und den Communities  einer zeitgenössischen multikulturellen Stadt. Auf Einladung des Österreichischen Kulturforums Bukarest und des Deutschen Staatstheaters Temeswar wird diese Aufführung, die „Slam-Poetry“ (Rezitation), Boxen, Rap und Schlagzeug kombiniert, am Sonntag, 18. Oktober 2020, um 19.30 Uhr am Großen Saal des Deutschen Staatstheaters Temeswar präsentiert. Das Projekt findet im Rahmen des Programms „Performing Austria“ als Beitrag des Österreichischen Kulturforums Bukarest zur Aktionswoche „Österreich liest. Treffpunkt Bibliothek“ statt und wird vom Goethe-Institut Bukarest unterstützt.

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#PerformingAustria – Pinguine und Klimawandel beim Jassy International Theater Festival für junges Publikum

Mit viel Humor über den ernstzunehmenden Klimawandel. Da man nicht zu jung sein kann, um über die Auswirkungen des Menschen auf die Umwelt zu sprechen, präsentiert die 13. Ausgabe des Internationalen Theaterfestivals für junges Publikum in Jassy (FITPTI) eine Reihe von Aufführungen zu diesem Thema, darunter das lustige „Pinguin Fisching” von dem Theater Asou in Graz. Die Aufführung kann am Samstag, 3. Oktober 2020, zwischen 18.30 Uhr und 24.00 Uhr mit Unterstützung des Österreichischen Kulturforums im Internet kostenlos online (live und aufgezeichnet) angesehen werden.

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#PerformingAustria – „fluss, stromaufwärts” bei der Bukarester Internationalen Theaterplattform #7

Wir können es nicht länger verstecken, „unser Haus brennt”! Die wichtigsten globalen Herausforderungen des Augenblicks, deren „Deadlines“ sich nähern und die nicht länger ignoriert werden können, stehen im Mittelpunkt der diesjährigen Ausgabe der Bukarester Internationalen Theaterplattform #7 (PITB), die zwischen dem 1. und 4. Oktober 2020 stattfindet. Eines dieser heiklen Themen ist die innereuropäische Abwanderung von  Arbeiter_innen aus Rumänien, das Thema von „fluss, stromaufwärts”, einer Aufführung des österreichischen Theaterkollektivs baldanders, die am 1. Oktober 2020, 20.00 Uhr, und am 2. Oktober 2020, 19.00 Uhr, online zu sehen ist. Die Veranstaltung wird vom Österreichischen Kulturforum im Rahmen des Programms #PerformingAustria unterstützt.

Die Performance wurde von zwei jungen rumänischen Künstler-innen geschaffen, die sich in Wien niedergelassen haben – von der Dramatikerin Alexandra Pâzgu und dem Regisseur Alexandru Weinberger-Bara – und konfrontiert das Publikum mit Fragen nach ihrer eigenen Identität und Integration, Fragen, die von rumänischen Migranten, die ihr Land auf der Suche eines besseren Lebens in anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union verlassen, nicht vermieden werden können. Für diesen Text gewann Alexandra Pâzgu 2018 den Literaturpreis „exil – DramatikerInnenpreis”.

„Der Protagonist von „fluss, stromaufwärts” schwimmt wie ein Lachs gegen die Strömung… Tino, Effie und… einen Lachs. Sie sind die drei Charaktere im Stück. Tino, ein dreißigjähriger Dolmetscher, wird gezwungen wie viele andere Rumänen, sein Heimatland zu verlassen, um sich in einem deutschsprachigen Land niederzulassen. Tino gehört jetzt gleichermaßen zu Rumänien und seiner neuen Heimat, aber der Fluss seiner Gedanken ist wie das Gleiten des Lachses durchs Wasser”, sagt die Theaterkritikerin Irina Wolf (Scena.ro, Nr. 48 (2) / 2020).

„fluss, stromaufwärts”  hatte 2019 seine Weltpremiere beim Schauspiel Leipzig, aber die als Referenz für diesen Text angesehene Aufführung wurde im Frühjahr 2020 in einem der wichtigsten unabhängigen Wiener Theater, dem Werk X-Petersplatz, aufgeführt.

Diese neueste Version wird in PITB # 7 mit rumänischen Untertiteln vorgestellt:

– 1. Oktober 2020, 20.00 Uhr Aufführung, gefolgt von einer Live-Diskussion „Gegen den Strom schwimmen“ unter Beteiligung von Alexandra Pâzgu und Alexandru Weinberger-Bara

– 2. Oktober 2020, 19.00 Uhr

Die Aufführungen sind kostenlos, aber Sie müssen sich auf der Plattform eventbook anmelden. Der Zugang bleibt ab dem angekündigten Zeitpunkt der Aufführung 24 Stunden lang geöffnet.

Echtzeitinformationen – https://www.facebook.com/events/256459782197326

Das im Frühjahr 2019 von der Dramatikerin Alexandra Pâzgu und dem Regisseur Alexandru Weinberger-Bara gegründete Theaterkollektiv baldanders untersucht und dokumentiert aus theatralischer Sicht die Situation der Osteuropäer, die sich ständig zwischen dem Westen und dem Osten des Kontinents bewegen ihre Heimatländer.

Alexandra Pâzgu interessiert sich für transdisziplinäre Projekte mit praktischen, theoretischen, künstlerischen und philosophischen Dimensionen und ist eine der sichtbarsten Künstlerinnen rumänischer Herkunft in der unabhängigen Theaterszene, sowohl in Österreich als auch in Rumänien. Mit Theater- und Philosophiestudien in Rumänien, Österreich und Deutschland, als Dramatikerin, aber auch als Forscherin, konzentriert sie sich in ihren Projekten auf die großräumigen Kontexte der zeitgenössischen europäischen urbanen Realität. Sie schreibt in vier Sprachen: Rumänisch, Deutsch, Englisch und Französisch. Alexandra Pâzgu, die in Rumänien und Österreich mehrfach mit Preisen für Dramaturgie und Kulturmanagement ausgezeichnet wurde, erhielt im September 2020 im Rahmen der Gala der Sofia Nădejde Awards den Sonderpreis für Dramaturgie von Scena.ro.

Alexandru Weinberger-Bara, ein Regisseur mit einem bemerkenswerten Karriere im Bereich der unabhängigen österreichischen Theaterszene, studierte am renommierten „Max Reinhart Seminar“ in Wien und arbeitete mit bedeutenden Theatern in Österreich (Volkstheater, Wien), Deutschland (Resideztheater, München) und an das Regina Maria Theater in Oradea.

Das Thema der aktuellen Ausgabe der Bukarester Internationalen Theaterplattform Nr. 7 wurde im Sommer 2019 von der Kuratorin der Veranstaltung, Cristina Modreanu, ausgewählt, bevor das neue Virus zu einer konkreten Bedrohung wurde: „Die Anzeichen der Verschlechterung des Planeten und des gesamten Ökosystems, in dem wir leben, sind seit langem sichtbar, und ihre Auswirkungen, die wir im Alltag immer deutlicher spüren, erzeugen künstlerische Warnungen”. Alle in dieser „Pandemie-Ausgabe” enthaltenen Aufführungen drücken die Drift einer Menschheit aus, die von ihren ursprünglichen Bedeutungen entgleist ist, einer Menschheit, die eher zerstört als baut. Die Bukarester Internationale Theaterplattform ist ein ARPAS-Projekt, das von der Verwaltung des Nationalen Kulturfonds, mit Unterstützung des Österreichischen Kulturforums im Rahmen des Programms #PerformingAustria, kofinanziert wird.

Foto: Alexander Gotter

Online-Weltpremiere – „Zeitgeist” by Hungry Sharks

Zeitgeist – der Geist einer Ära, die wie ein Kampf um Sauerstoff in einem Pool voller Wasser aussieht. Offener Wettbewerb, heftiger Widerstand, fließende Prinzipien, kurzlebige Zufluchtsorte – ein unerwartetes Porträt der heutigen Gesellschaft zeigt die zeitgenössische Tanzperformance „Zeitgeist”, die vollständig unter Wasser aufgeführt wird.

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Online-Ausstellung: CELAN 100 – Unter den Wörtern

Anlässlich des 100sten Geburtstag von Paul Celan organisierten das Bukarester Rathaus durch das Nationalmuseum für rumänische Literatur (MNLR), in Zusammenarbeit mit dem österreichischen Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten, durch das Österreichische Kulturforum Bukarest und die Germanistikabteilung der Fakultät für Fremdsprachen und Literaturen der Universität Bukarest die Ausstellung CELAN 100 – Unter den Wörtern

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AUSGANG: OFFEN – Online-Performance in Rumänien

Es ist wahrscheinlich das am meisten vermiedene Thema in unseren heutigen Gesellschaften – obwohl unvermeidlich, wird der Tod als Tabu betrachtet, sowohl als Ereignis als auch als Wort. Unter dem Eindruck der in Friedenszeiten wohl beispiellosen Zahl an Todesopfern, die der aktuellen Pandemie zuzurechnen sind, lädt das österreichische KünstlerInnenkollektiv DARUM im Experimentalfilm EXIT: OPEN (2020) zu einer offenen Diskussion darüber ein, wie wir modernen Menschen das Sterben wahrnehmen.

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