Wenn Pfarrerinnen und Pfarrer heute aus der Ukraine erzählen, dann sprechen sie nicht zuerst über Gebäude oder Zahlen. Sie sprechen über Menschen. Über Kinder, die nachts nicht schlafen können. Über ältere Menschen, die ihre Heimat nicht verlassen wollen. Über Gemeinden, die trotz Sirenen, Angst und Verlust zusammenhalten.
Die Deutsche Evangelisch-Lutherische Kirche in der Ukraine – kurz DELKU – zählt nur etwa 1000 Gemeindeglieder in 15 Gemeinden, verstreut über das ganze Land. Und doch ist sie für viele zu einem Ort der Hoffnung geworden. Einer, der diese Hoffnung seit Beginn des Krieges sichtbar lebt, ist Synodenpräsident Alexander Gross. Als Pfarrer in Odessa erlebt er den Krieg Tag für Tag ganz unmittelbar. Besonders am Herzen liegen ihm jene, die am verletzlichsten sind: Kinder und Seniorinnen und Senioren.
Auf seiner Reise nach Albanien machte er am 5. Mai 2026 einen Zwischenstopp in Bukarest. Dort begegnete er Gemeindegliedern der Evangelischen Kirche A.B. in Bukarest. In bewegenden Gesprächen berichtete er, wie der Krieg das Leben der Gemeinden verändert hat, wie Menschen lernen mussten, mit Verlust zu leben, und wie Glaube und Gemeinschaft dennoch Kraft schenken können. Mit Pfarrer Alexander Gross sprach unsere Kollegin Monica Strava.

